Der Verein

soll unabhängig arbeiten und sich dauerhaft den Grundsätzen der Gemeinnützigkeit verpflichtet fühlen.
Alfredo de Castro (31.01.2013)

Um dies zu gewährleiten, werden in ständiger Absprache mit den Mitarbeitern vor Ort alle Projekte besprochen und nach Durchführung ordnungsgemäß abgerechnet. Mindestens einmal im Jahr fliegt das Ehepaar Mürtz auf seine eigenen Kosten nach Brasilien, um sich von dem Fortgang der Arbeiten zu überzeugen, aber auch um durch persönliche Kontakte bei auftretenden Problemen besser helfen zu können.

Die beiden Brasilienvereine haben bisher über vier Millionen Euro nach Brasilien transferiert und damit u.a. folgende Projekte verwirklicht:

  • den Bau von 4 Kindertagesstätten und 4 Kindergärten. Darüber hinaus werden seit Jahren die Gehälter von 43 meist in den Kindergärten beschäftigten Angestellten finanziert.

  • Lernwillige Jugendliche werden speziell gefördert, um ihnen eine abgeschlossene Schul- und Berufsausbildung zu ermöglichen. Zur Zeit werden über 230 Kinder finanziell unterstützt, die an-statt zu arbeiten die Schule besuchen. Als Ausgleich für den fehlenden Lohn erhalten die Familien pro Patenkind monatlich Waren bis zu einem Wert von 24 €. Für allgemeine Ausgaben werden 2 Euro benötigt. Zehn Brasilianer/Innen betreuen die Kinder. Sie verteilen Lebensmittelgutscheine, Schulkleidung und -material und besorgen für die Kranken die notwendigen Medikamente. Auch in der unterrichtsfreien Zeit werden die Kinder in zwei eigenen KoBra-Jugendzentren von ihnen in unterschiedlichen Gruppen betreut, damit sie nicht zu „Straßenkindern“ werden.

  • Damit die Jugendlichen nach Abschluß der Schulzeit auch die Möglichkeit haben, einen für sie geeigneten Beruf zu erlernen, werden aus den Erträgen der 1997 gegründeten KoBra-Stiftung Berufsausbildungs-Stipendien vergeben, z.B. zur Ausbildung als Krankenpfleger/In, Sekretärin, Friseuse, Buchhalter, Diplom-Landwirt, Computerspezialist, Verwaltungsfachmann, Dolmetscher, Psychotherapeut, Pädgoge, Priester u.a.

  • In Zusammenarbeit mit dem internat. Kolping- und Kindermissionswerk wurde auf 5.000 qm ein großes Ausbildungs-Zentrum errichtet, wo die Jugendlichen sich als Schreiner, Mechaniker, Bürokraft (mit Computerkenntnissen), Friseur, Schneider, Weber und in anderen Berufskursen ausbilden lassen können. Inzwischen stehen 7 Arbeits- und ca. 50 Ausbildungsplätze zur Verfü-gung. Eine Elektronikwerkstatt und eine Recycling-Genossenschaft sind im Aufbau.

  • Zusätzlich wurden über 250 Steinhäuser (32 bzw. 48 qm groß), 5 Versammlungsräume für Mütter- und Jugendvereine finanziert sowie die einheimische Priesterausbildung gefördert.

  • Die bisher nur über den Kauf und Verkauf von Indioartikel unterstützten Ureinwohner werden seit 1 Jahr mit Hilfe des Kindermissionswerkes als eigenständiges Projekt stärker gefördert, um nicht zuletzt auch deren bedrohte Kultur zu bewahren. Zu diesem Zweck wurden bereits zwei Borôro-Reservate besucht, um sich von der Bedürftigkeit zu überzeugen.